Hans Steinmeier Jazz Orchester

Das 1994 gegründete 25-köpfige "Hans Steinmeier Jazz Orchester" konzertiert seit geraumer Zeit auf bundesweiten Jazz-Festivals, Jazz-Clubs und diversen kulturellen Anlässen. (u.a.Europhonics Festival, Jazz Podium Ruhr Eröffnungsgala,Satyricon Jazz Festival, Kultursenat Bremen, Jazz Festival Oldenburg...). Für seine Kompositionen, Arrangements, Organisation und die Leitung des Orchesters wurde Steinmeier im Dezember 2000 der Kulturförderpreis Musik der Stadt Dortmund verliehen.Ein wesentlicher Bestandteil des Repertoires ist die in einer zweisätzigen Suite angelegte Vertonung von Shakespeare Sonetten, der "TIMELESS GARDEN SUITE". Der erste Satz ist auf der Jazz Offensive Essen CD Vol.1.zu hören , der zweite Satz in gekürzter Fassung auf der Sampler CD "Musikstadt Dortmund".
Weiterhin arrangierte Steinmeier in Auftragsarbeit ein Programm mit Kompositionen des Trompeters Ullrich Beckerhoff, u.a. die Filmmusik für "DAS GEHEIMNIS".Teile dieses Repertoires wurden an der Fakultät der Künste in CHILE von der Los Andes Big Band aufgeführt, weitere Interpreten sind u.a. der amerikanische Vibraphonist David Friedman, der vietnamesische Gitarrist Nguyen Le, der Trompeter Uli Beckerhoff und die Sängerin Silvia Droste (Jazz Podium Ruhr).

 

Presse:
-Hans Steinmeier konzentriert sich auf impressionistische Klangflächen, gestaltet seiene Arrangements großflächiger, damit auch europäischer. Steinmeier setzt auf unterschiedliche Klänge, bricht den etablierten Sound einer Big Band auf, indem Holzbläser, Streicher und Vokalisten integriert werden. Time und Rhythmusbezogen entstehen in den Kompositionen Klangflächen, die den Solisten genügend Freiraum verschaffen. Damit steht er in einer Tradition von Gil Evans bis zu Klaus König.
Das letzte Projekt von Hans Steinmeier ist die Vertonung von Shakespeare Sonetten. Reizvoll, das unübliche Versmaß in Musik umzusetzen. Die Gegenüberstellung von Stimme und Jazzorchester gelingt so harmonisch und adäquat, daß man sich die Sonette nicht anders vertont vorstellen kann.Keine Überfrachtung von Sounds, sonder gezielte Begleitung und sparsame Tuttipassagen bestimmen die Komposition, die eine Synthese von jazzmäßiger Band und impressionistischem Orchester darstellt. Diese sehr persönlichen und interessanten Arrangements, gespielt von einer professionellen und guten Big Band sollte man sich nicht nicht entgehen lassen. (UNITED JAZZ SOCIETY 1999)

-Die Auftragskompositionen für den Trompeter Uli Beckerhoff überzeugen von Anfang an. Steinmeier unterwirft sich nicht dem Big Band Diktat und erweitert seine Klangfarben um die menschliche Stimme. Füllige Bläsersequenzen fallen in sich zusammen. Steinmeier nimmt sich Zeit und
läßt die Stille wirken. Tieftraurig das Trompetensolo, erweckt Bilder von kalten, nassen Straßen und reißt die Erinnerung an längst verflossene Lieben hoch. Lebensfroh-Elegisch bedeutet bedeutet dabei keinen Wiederspruch.
(Bielefelder Tageszeitung)

-In seiner zweisätzigen "Timeless Garden Suite" setzt sich Steinmeier mit Shakespeare Texten und dem Sonett 23 auseinander, und er tut dies in einer Weise, die stark die einzelnen Stimmen seines Orchesters und ihre unterschiedlichen Klangfarben nutzt, wobei Ihm wamer Ton und die Auffächerung der Klangpalette am Herzen liegen. Das pastellfarbige Resultat ist stark von den Klangvorstellungen des Impressionismus (vor allen Dingen denen Debussys) geprägt und arbeitet mit den ästhetischen Idealen des Third Streams, der den Orchesterapparat eben zugunsten der Betonung der Einzelstimmen aufbricht. Im zweiten Teil nutzte Steinmeier den Druck seiner Big Band, setzte dabei insgesamt auf voluminöserere Sounds, ohne dabei den Ansatz eines modernen Jazzorchesters zu verlieren. Seine Arrangements der Beckerhoff Kompositionen nutzen geschickt die ruppigen, gelegentlichen jazzrockenden Wendungen.
(Bremer Stadtanzeiger)

-Das mit erstklassigen Arrangements aufwartende Hans Steinmeier Jazzorchester scharte derweil jede Menge Publikum um die Big Band Bühne
(Dortmunder Rundschau)

-Im großen Saal trat nur ein Großensemble auf, dafür eines, das beachtliche Akzente setzte.
(Ruhr Nachrichten)


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